Parasiten können das Gehirn ihrer Wirte manipulieren

Indiana, USA – Nagetiere, von mit einem bestimmten Parasiten befallen sind, verlieren ihre Scheu vor Katzen, was sie zu leichten Beutetieren für diese macht.

Der untersuchte Parasit ist die Mikrobe Toxoplasma Gondii, der in Amerika schätzungsweise 1 Viertel aller Amerikaner und weltweit viele weitere Menschen infiziert hat. Kurz nach der Infektion begegnen die Toxoplasma Parasiten (Mikroben) dem Immunsystem des Körpers und gehen in einen latenten Zustand über, in harte Zysten gekleidet, die der menschliche Körper nicht eliminieren kann.

Bevor die Parasiten in den inaktiven Zustand übergehen, scheinen sie schwerwiegende Veränderungen in einigen oft vorkommenden und wichtigen Gehirnzellen vorzunehmen. Bei den Zellen handelt es sich um Astrozyten (Sternzellen). Astrozyten werden im gesamten Gehirn vorgefunden und sind an verschiedenen wichtigen Gehirnstrukturen und Prozessen beteiligt.

Die Veränderung der Astrozyten besteht chemisch darin, dass Acetylgruppen an diese Zellen angehängt werden. Der chemische Prozess der Acetylierung kann die Funktion, die Lage und andere Aspekte des betreffenden Eiweißes in der jeweiligen Zelle  verändern.

Die Forschung legt nahe, dass die Toxoplasmose Parasiten die Astrozyten in den Gehirnen der Nagetier-Wirte so verändern, dass sie von den Katzen gefressen werden und so in das Verdauungssystem von Katzen gelangen können. Dort im Verdauungstrakt der Katzen finden die Toxoplasmose-Parasiten die einzige Möglichkeit sich geschlechtlich zu vermehren.

Quelle: http://neurosciencenews.com/toxoplasma-astrocytes-neurology-1864/