Schlaf, Konzentration und Gedächtnis

Kinder, die schlecht und zu wenig schlafen, sind in ihrer Konzentration gestört und haben geringere Lernleistungen. Zudem treten  bei Kindern, die schlecht schlafen, Hyperaktivität und Verhaltensauffälligkeiten auf.

Schlaf ist ist sehr wichtig bei der Bewältigung der Tagesprobleme und bei der Festigung von Gedächtnisleistungen. Schlafqualität von Kindern wird durch Computerspiele oder angsteinflößende Fernsehsendungen beeinträchtigt.

In Studien an Erwachsenen hat sich herausgestellt, das „Schlafspindeln“ eine besondere Rolle bei Gedächtnisleistungen bilden. Gedächtnisspindeln treten im Schlafstaadium 2 auf und sind bestimmte Gehirnstrommuster.  Diese Gehirnstrommuster treten auch in Tierversuchen auf, wenn ein Zusammenhang zwischen Schlaf und Gedächtnis erforscht wird.

Bei einer Untersuchung an Kindern in Salzburg durch K. Hödlmoser stellte sich heraus, dass Kinder, die bessere Schlafqualität hatten, besser beim Gedächtnistest abschnitten. Die Schlafqualität wurde an der Anzahl Der Schlafspindeln gemessen.

Auch in einer Studie mit Erwachsenen (ca. 47 Jahre alt) stellte sich heraus, dass Menschen, die weniger lange Wachunterbrechungen im Schlaf hatten, am Tag darauf besser lernen und verstehen konnten.

Da Schlafqualität einen hohen Einfluss auf Verstehen, Lernen und Gedächtnis hat, ist es meiner persönlichen Meinung nach auch wichtig, sich dringend mit akustischer Umweltverschmutzung und geräuscharmem Wohnen zu beschäftigen.

Quellen:

  • https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5568544/
  • http://derstandard.at/1315005670135/Schlaf-Ruhe-in-der-Nacht-und-erinnere-dich-am-Tag

Linktipp zum Thema Schlaf: http://www.dasschlafmagazin.de/ Diese Webseite bezeichnet sich als unabhängiges Patientenportal zum Thema Schlafqualität, Es gibt dort auch einen Wegweiser zu Selbsthilfegruppen für Menschen mit Schlafstörungen

Eltern unterschätzen das Übergewicht ihrer Kinder

In den letzten 30 Jahren nimmt das Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen kontinuierlich zu. Ungefähr 31 % aller Kinder und Jugendlichen zwischen 2 und 19 Jahren sind übergewichtig.

Übergewicht ist gesundheitlich und psychosozial ein großer Risikofaktor.

In einer Metastudie (eine Studie die die Ergebnisse anderer Studien zu einem bestimmten Thema auswertet) wurde festgestellt, dass gut die Hälfte der Eltern das Übergewicht ihrer Kinder unterschätzen.

Speziell das Gewicht der Kinder im Alter zwischen 2 und 5 Jahren wird von den Eltern stark unterschätzt, da die Eltern davon ausgehen, dass sich das Gewichtsproblem mit der Zeit „von selbst löst“.

Interessanterweise wird das Gewicht von Mädchen durch die Eltern kritischer betrachtet als das Gewicht von Jungen.

Um die folgenschwere Fehleinschätzung der Eltern zu korrigieren, ist es nützlich wenn KinderärztInnen besonders auf das Thema „Übergewicht bei Kindern“ achten. Sie sollten Eltern frühzeitig über die Risiken aufklären und ihnen Vorschläge zur Gewichtsreduktion machen. Übergewicht bei Kindern ist ein erzieherisches und pädagogisches Problem und es ist sinnvoll Eltern für den Alltag zu beraten.

Quelle: http://pediatrics.aappublications.org/content/pediatrics/133/3/e689.full.pdf

Kompetenzbasierte Lernzielkatalog für MedizinerInnen

Hier lässt sich der nationale kompetenzbasierte Lernzielkatalog für MedizinerInnen einsehen, Version 2015. Es ist das Kerncurriculum der ärztlichen Berufsausbildung. Es ist ein öffentliches Dokument im PDF-Format und wird von der Kultusministerkonferenz herausgegeben.

Quelle:  http://www.nklm.de/kataloge/nklm/lernziel/uebersicht

 

Lernen und Intelligenzförderung

Obwohl allgemeine Schulpflicht besteht, ist die Intelligenzförderung und Bildungsversorgung in den Schulen nicht optimal. Als Beispiel werden hier einige Probleme aufgeführt:

  • zu wenig Lehrpersonal
  • marode Schulgebäude
  • zu große Klassen
  • Disziplinmangel in den Klassen
  • ineffektive Stoffvermittlung durch Modularisierung und Häppchen-Lernen
  • zu viel „buntes Entertainment“, zu wenig solider Unterricht

Bei all diesen Problemen ist die Hype um die „notwendige“ Digitalisierung der Schulen pädagogisch nebensächlich und lenkt nur von den anderen Problemen ab.

Was könnte mann besser machen? Das ein-Lehrkraft-Prinzip ist im Rahmen von großen Klassen und sehr unterschiedlichen Schülern nicht sinnvoll. Besser ein zwei-Lehrkräfte-System wo zwei LehrerInnen mit, von denen eine Lehrkraft für Förderpädagogik zuständig sein sollte. So kommt mehr Ruhe und Konzentration und unterschiedliche Schülergruppen werden angemessen gefördert und können auf der anderen Seite in vielen Punkten gemeinsam profitieren. Außerdem ist es für beide Lehrkräfte der pädagogische Austausch im Team interessant. Zudem wirkt sich ein ruhigerer Unterricht positiv auf die Gesundheit der Lehrkräfte aus, denn kranke und angeschlagene LehrerInnen können keinen guten Unterricht machen.

Interessant ist eine Variante, wo jeweils vor dem ersten Schuljahr und vor dem fünften Schuljahr ein Vorbereitungsjahr (Förderjahr) für schwächere SchülerInnen angeboten wird. Es kostet zwar etwas Zeit, aber die SchülerInnen werden davon profitieren und sind dann besser vorbereitet, insbesondere ist es nützlich vor der weiterführenden Schulperiode den schwächeren Schülern noch einmal ein Vorbereitungs- und Auffrischungsangebot zu machen.

Marode Schulgebäude müssen zweckmäßig saniert werden. Es geht nicht nur um bunt, schick und trendy, sondern um klar geschnittene helle Räume, die Ruhe ausstrahlen um die Konzentration zu fördern.

Aus der Sicht von Lern- und Intelligenzförderung ist es ein großes Problem, dass Bildungsinhalte ohne Tiefe unterrichtet werden. Die Themen werden zu oft in unzusammenhängende Häppchen geteilt. Dadurch werden zu wenig Zusammenhänge deutlich. Aber gerade bei dem Entdecken von Zusammenhängen werden Intelligenz und Gedächtnis trainiert. Die Häppchen-Pädagogik fördert nur kurzfristiges Auswendiglernen bis zum nächsten Test, dann wird alles wieder vergessen, da die Häppchen keinen größeren Sinn und Zusammenhang darstellen.

Besser ist es, Themen bodenständig zu unterrichten, z. B. im Kunstunterricht die Kunstepochen besprechen und Malstile auszuprobieren, bei Biologie nicht nur z. B. den Biber besprechen sondern auch Merkmale von Nagetieren generell, Säugetieren. Besonders wichtig ist es im Fach Gesundheit gründlich die Anatomie zu lernen.

Der Artikel gibt meine persönliche Ansicht wider.