Wer mit seinem Körper unzufrieden ist, treibt weniger gern Sport

Sport ist eine Quelle der Gesundheit und des Wohlbefindens.

Insbesondere für Menschen mit gesundheitlichen Schwächen profitieren von gezieltem und angepasstem Sport (Herzsportgruppe, Gymnastik usw.) Paradoxerweise vermeiden Menschen mit gesundheitlichen Problemen sportliche Tätigkeiten.

Eine Metastudie der heidelberger Soziologin Simone Becker ergab, dass Menschen mit zunehmendem Alter, wenn Gesundheit und körperliches Wohlbefinden allmählich nachlassen, immer weniger Interesse daran haben, Gesundheitssport zu treiben.

Mit 18 Jahren treiben ca. 70 der Männer und vergleichsweise nur 42 % der Frauen wöchentlich Sport. Mit 35 Jahren treiben ca. 30 % der Maänder und Frauen wöchentlich Sport, jedoch sind es bei den älteren Menschen über 68 Jahre nur noch ca. 18 % der Frauen und Männer wöchentlich Sport.

Ursache für die nachlassende Sportaktivität mit zunehmendem Alter könnte sein, dass es schwieriger ist sich für Sport zu entscheiden, wenn man sich gesundheitlich nicht so wohl fühlt. Die sinkende Selbstzufriedenheit mit dem eigenen Körper entwickelt sich somit zu einer motivationalen Verhaltensbarriere.

Doch auch die äußeren Umstände lassen zu wünschen übrig. So bemängelt Simone Becker, dass die Gesundheitssport-Angebote zeitlichl zu sehr begrenzt sind und dass die TeilnehmerInnen danach wenig Möglichkeiten haben, das Training in angemessenem Rahmen und mit entsprechender Betreuung fortzusetzen.

Trotzdem sollten gerade ältere Menschen nicht das Interesse am Sport verlieren. So zeigte sich bei einer Studie, dass ältere Menschen, die mindestens einmal pro Woche Sport trieben, mit bis zu einer drei- bis vierfach höheren Wahrschenilichkeit gesünder blieben, als die älteren Personen, die sich nicht sportlich bewegten.

Quellen:

  • http://derstandard.at/1317018562478/Nur-die-Gesunden-treiben-Sport
  • https://core.ac.uk/download/pdf/6463552.pdf (Der Einfluss der Gesundheits-zufriedenheit auf die Sportaktivität, Autorin Simone Becker)
  • http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/heilkraft-der-bewegung-sport-macht-auch-im-hohen-alter-gesund-1.1827862

Eltern unterschätzen das Übergewicht ihrer Kinder

In den letzten 30 Jahren nimmt das Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen kontinuierlich zu. Ungefähr 31 % aller Kinder und Jugendlichen zwischen 2 und 19 Jahren sind übergewichtig.

Übergewicht ist gesundheitlich und psychosozial ein großer Risikofaktor.

In einer Metastudie (eine Studie die die Ergebnisse anderer Studien zu einem bestimmten Thema auswertet) wurde festgestellt, dass gut die Hälfte der Eltern das Übergewicht ihrer Kinder unterschätzen.

Speziell das Gewicht der Kinder im Alter zwischen 2 und 5 Jahren wird von den Eltern stark unterschätzt, da die Eltern davon ausgehen, dass sich das Gewichtsproblem mit der Zeit „von selbst löst“.

Interessanterweise wird das Gewicht von Mädchen durch die Eltern kritischer betrachtet als das Gewicht von Jungen.

Um die folgenschwere Fehleinschätzung der Eltern zu korrigieren, ist es nützlich wenn KinderärztInnen besonders auf das Thema „Übergewicht bei Kindern“ achten. Sie sollten Eltern frühzeitig über die Risiken aufklären und ihnen Vorschläge zur Gewichtsreduktion machen. Übergewicht bei Kindern ist ein erzieherisches und pädagogisches Problem und es ist sinnvoll Eltern für den Alltag zu beraten.

Quelle: http://pediatrics.aappublications.org/content/pediatrics/133/3/e689.full.pdf

Klimawandel und erhöhte Luftfeuchtigkeit

Der Klimawandel verändert weltweit die Bedingungen für Mensch und Natur in dramatischer Weise. Dabei ist besonders der Anstieg der Temperaturen im Blickfeld. Doch bereits 2007 wurde man auf ein anderes Problem aufmerksam, das den Anstieg der Temperaturen zu begleiten scheint: Die weltweite Zunahme der Luftfeuchtigkeit.

Die Konsequenzen der Zunahme der Luftfeuchtigkeit werden jedoch immer noch möglicherweise unterschätzt. Dabei scheint Forschern zufolge ein kausaler Zusammenhang zwischen globaler Erderwärmung und der Emission von Autoabgasen zu bestehen. Dieser Effekt wurde bereits für die vergangenen Jahrzehnte 1972 – 2002 nachgewiesen.

Doch der Anstieg der luftfeuchtigkeit ist keineswegs harmlos für die Menschen, denn die Zunahme der Luftfeuchtigkeit bewirkt einen “Hitzestress” bei den Menschen, da der Mensch sich nicht mehr so gut durch Schwitzen abkühlen kann. Diese Entwicklung kann insbesondere Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Atemwegserkrankungen gefährlich werden.

Das Problem wird insbesondere in Tropischen Regionen zu katastrophalen Veränderungen bei den Lebensbedingungen der Menschen sorgen. Doch auch Amerika und Europa können sich nicht in Sicherheit wiegen. So wird sich wahrscheinlich Berechnungen zufolge 2100 das Klima in Amerika und Eurasien derart verändern, dass dort ein Hitzestress stattfindet, der heute für Indien typisch ist.

Interessanterweise scheinen bei diesen Forschungen weniger die Lebensbedingungen und die Lebensqualität der Menschen im Mittelpunkt zu stehen. Das große Bedauern und die große Furcht gilt eher der Verringerung Arbeitskraft der Menschen, ihrer Effizienz als Produktionsmittel innerhalb der kommerziellen Industriemaschinerie. So beschwert sich die Industrie, dass der Klimawandel schon Einbußen in der Wirtschaft verursache.

So würde in England beispielsweise die Arbeitsleistung der Arbeiter nur bei 90% des theoretisch erreichbaren Wertes liegen. So belaste die hohe Luftfeuchtigkeit schon bereits bei niedrigeren Temperaturen den Kreislauf der Arbeiter und verringern die Arbeitsleistung. Ein wirtschaftliches Horrorszenario könnte demnach beispielsweise so aussehen: Wenn es so weitergeht, könnte die Arbeitsleistung 2050 auf 80% sinken und im jahre 2200 könnte besagte Arbeitsleistung schon auf 40 % absinken.

Es ist eine Ironie der Geschichte, dass die Habgier und Unersättlichkeit der Industrie Bedingungen hervorruft, in der die industrielle Arbeitsleistung durch die Herstellung schädlicher Produkte zunehmend behindert wird. Zudem ist es ein völliges situatives Neuland, eine Situation, mit der die Menschen noch nie konfrontiert waren. Es ist gewissermaßen eine ungewollte Test-Labor-Umgebung. Angesichts der stetig steigenden Luftfeuchtigkeit und der mangelnden Anpassung des menschlichen Körpers an diese Situation stellt sich die Frage: “Brauchen wir bald alle Kiemen?”

Quellen:

  • http://www.welt.de/wissenschaft/article1254911/Mit-der-Klimaerwaermung-wird-auch-die-Luft-feuchter.html
  • http://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/247753/klimawandel-wird-es-zu-schwul-zum-arbeiten
  • http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/mehr-luftfeuchtigkeit-klimaerwaermung-macht-luft-schwueler-a-510697.html
  • https://de.nachrichten.yahoo.com/klimawandel-steigende-luftfeuchtigkeit-verringert-produktivit%C3%A4t-070619299.html

Zahnpasta und ihre Inhaltsstoffe gesund?

Mit Zahnpflege möchte man seine Gesundheit verbessern. Aber leider enthalten viele Zahnpasten ungesunde bis schädliche Anteile wie zb Triclosan, PEG, Plastikteilchen, Nanoplastikteilchen aus Polyethylen.

Ungünstig ist auch das Aufschäummittel Natriumlaurylsulfat.

Diese Stoffe reichern sich dann im Körper an und können schädliche Wirkungen entfalten. Gute Testnoten erhielten die Zahnpasta Lavera, Zahnpasta von Logodent, Ratanhia Zahncreme von Weleda, Dr. Hauschka und anderen alternativen Herstellern.

Kommentar: Zudem enthalten viele herkömmliche Zahncremes künstliche Süßstoffe und tonnenweise Aromen.

Über die fragwürdigen Zutaten herkömmlicher Zahncremes kann man bei nachhaltigleben.ch sich informieren. Trotzdem war ich neulich erstaunt, als ich bei einer Zahncreme (dontodent sensitive), die von Ökotest (6, 2013) mit “gut” bewertet wurde, viele der fragwürdigen Inhaltsstoffe entdeckte, die bei ganz herkömmlichen Zahncremes verwendet werden,  vor allem Schaumbildner: 

  • Propylene Glykol (bewahrt die Feuchtigkeit der Haut; Lösungsmittel; pflegt die Haut; erhöht oder verringert die Viskosität kosmetischer Mittel) Propylenglykol ist ein Erdölderivat, das in der gewerblichen Industrie viele Verwendungen findet. Es ist geruch- und geschmacklos. Es gehört auch zu den Zusatzstoffen in der Tabakindustrie,
  • Sodium C14 – 16 Olefin Sulfonat (SODIUM C14-17 ALKYL SEC SULFONATE

    Tensid = waschaktive Substanz; wirkt schaumbildend, indem die Oberflächenspannung der Flüssigkeit geändert wird; reinigt die Körperoberfläche)

    (SODIUM C14-18 OLEFIN SULFONATE SODIUM C14-18 OLEFIN SULFONATE Tensid = waschaktive Substanz; reinigt die Körperoberfläche; wirkt wirkt schaumbildend, indem die Oberflächenspannung der Flüssigkeit geändert wird)

  • Sodium Cocoyl Isethionat (SODIUM COCOYL ISETHIONATE SODIUM COCOYL ISETHIONATE Tensid = waschaktive Substanz; macht das Haar leicht kämmbar, geschmeidig, weich und glänzend und verleiht ihm Volumen; reinigt die Körperoberfläche)
  • Sodium Saccharine (reinigt, desodoriert und schützt die Mundhöhle; verringert oder hemmt den Grundgeruch oder -geschmack eines Produkts), Künstliches Süßungsmittel
  • CI 77891 (CI 77891 (kosmetischer Farbstoff; alle Farbstoffe sind in der EU-Kosmetikrichtlinie, Anhang IV geregelt)

So wimmelt es von Schaumbildnern und anderen fragwürdigen Zutaten. Die Inhaltsstoffe des Aroma erfährt man nicht.

Obwohl davon auszugehen ist, dass die erwähnte Zahncreme ein absolut durchschnittliches und handelsübliches Produkt ist wie die meisten anderen Zahncremes auch, ist jedoch unklar, warum der Zahncreme nun ein Lob von Seiten Ökotests ausgesprochen wird.

Quelle:

  • https://www.nachhaltigleben.ch/kosmetik/testbereichte/test-zahnpasta-einige-fallen-durch-2566#bild
  • https://www.nachhaltigleben.ch/kosmetik/testbereichte/test-zahnpasta-einige-fallen-durch-2566#bild

Wohnen in Straßennähe ist schlecht für Gesundheit

Menschen, die in der Nähe von dicht befahrenen Straßen wohnen, haben wegen der Luftverschmutzung ein erhöhtes Krankheitsrisiko.

Interessanterweise vertreten die AutorInnen die Ansicht, dass verdichtetes Wohnen besser für die Umwelt sei (vielleicht weil so weniger Land für Siedlungsbau erschlossen werden muss?). Auf jeden Fall sind die dicht befahrenen Straßen ein Gesundheitsrisiko für die AnwohnerInnen dar.

Die AutorInnen sehen verschiedene Möglichkeiten zur Abhilfe:

  • Wohnen in Mehrfamilienhäusern, allerdings soll an den Straßen entlang in der Hauptsache nur öffentlicher Nahverkehr fließen.
  • Bei zukünftiger Städteplanung sollen an dicht befahrenen Straßen keine Häuser direkt gebaut werden.
  • Zwischen den dicht geplanten Häusern und den dicht befahrenen Straßen sollen Pufferzonen liegen (Parks o. ä.?)

Interessanterweise werden von den AutorInnen Einfamilienhäuser in ausgedehnten Vorstädten als weniger gut für die Umwelt erachtet. Dies ist schwer nachzuvollziehen, da gerade in Vorstädten viele grüne Gärten vorhanden sind. Das Konzept des „dichten Wohnens“ muss dann zwingend mit ausgedehnten Parks und Wäldern kombiniert werden, denn wenn die freibleibende Fläche anstatt für Wohnen der Industrie geopfert wird, ist das meiner Ansicht nach gewiss kein Fortschritt.

Quelle: https://bazonline.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Verdichtetes-Wohnen-ist-schlecht-fuers-Herz/story/10480184

Verbesserungsvorschläge für Seniorenheim-Architektur

Die aktuelle Lebens- und Wohnsituation für Senioren in Altenheimen ist sehr durchwachsen. Besonders die persönliche Entfaltung der SeniorInnen ist nicht so gut gegeben. Es ist mehr ein Verwaltungsprojekt als ein menschengerechtes Wohnen.
Dieses Problem stellt sich insbesondere bei SeniorInnen mit geringem Einkommen.

Aus einer großen Anzahl von Missständen seien einige genannt. (Es soll hier keine Kritik an den vielen interessierten und engagierten MitarbeiterInnen sein, sondern nur über bauliche Alternativen nachgedacht werden, die die generellen Umstände positiv beeinflussen können.)

  • Zu enge Flure
  • Enge Wohnräume und wenig Privatsphäre, was auch zu Aggressionen führen kann (medicalxpress http://medicalxpress.com/news/2014-11-senior-to-senior-aggression-common-nursing-homes.html)
  • Überlastetes Pflegepersonal, das u. a. durch diese Enge noch zusätzlich gestresst wird. Die räumliche Enge wird mit einer knappen und engen Zeitplanung kombiniert.
  • SeniorInnen sollen im Rahmen der räumlichen und zeitlichen Enge möglichst oft stillsitzen und sich möglichst wenig bewegen (Abgesehen von speziell vorgegebenen Gymnastik- und Singangeboten, die sehr positiv zu sehen sind).

Was fehlt ist eine altengerecht vorbereitete Umgebung nach modernen Maßstäben, die auf Dauer preisgünstig einem möglichst breiten SeniorInnenpublikum eine bessere Lebensqualität anbieten kann.

Eine Verbesserung könnte in breiteren und großflächigen Gebäuden mit viel Licht bestehen, wo der Bewegungsdrang von einigen SeniorInnen besser berücksichtigt werden kann und wo SeniorInnen relativ selbstbestimmt ihrem Drang nach „auf- und ablaufen“ besser nachkommen können. Diese bewegungsfreundlichen Flure müssen das nebeneinander von z.B.  Essenswagen usw und gleichzeitig auf und ablaufenden SeniorInnen ermöglichen können. Die Schwesternzimmer sollten in dem Flur so eingebettet sein, dass dieMitarbeiterInnen die SeniorInnen stets im Blick haben.

Auch im Außenbereich ist es sinnvoll vor allem selbstbestimmte Bewegungsmöglichkeiten der SeniorInnen im Blick zu haben. Es sollte sich um eine großzügige Fläche halten, die genug Raum bietet, damit die SeniorInnen genug Distanz untereinander haben können. Die Anlage sollte mit Blick auf nicht so gut orientierte BewohnerInnen von der Straße abgezäunt sein. Der Zaun sollte als Sichtschutz mit einer dekorativen und pflegeleichten Hecke wie Liguster oder Kirschlorbeer ausgekleidet werden. Die Bewegungsanlage sollte klar strukturiert sein und gut übersichtlich sein mit Rasenflächen und Sitzbänken am Rand. Bei den Bänken können Bäume für Schatten und ein angenehmes Naturerlebnis sorgen. Die Anlage sollte in der Mitte durch einen Weg geteilt sein, was optisch strukturiert und auflockert. Dieser Weg sollte mit weichen Spezialplatten (Fallschutzplatten) ausgelegt sein, die nicht so hart wie echte Bodenplatten sind.

Optimal wäre ein tägliches Nutzungsangebot, auch bei schlechterem Wetter mit entsprechender Kleidung. Das Angebot sollte immer von MitarbeiterInnen beobachtet sein. Regelmäßige und möglichst selbstbestimmte Bewegungsmöglichkeiten sollen der Entspannung und Gesundheit dienen. Auch die MitarbeiterInnen werden von einer räumlich entspannten Situation profitieren und möglicherweise wird man weniger „Medikamente zur Ruhigstellung“ verabreichen müssen. Dadurch könnte man auch Geld sparen.

Dieser Artikel gibt meine persönliche Ansicht wider.